#NordkappUndZurück - 7 Länder in 4 Wochen - Teil 2

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Wir haben uns also den Traum erfüllt und sind tatsächlich bis ans Nordkapp gefahren mit unserem Hilux #ProjektBlackwolf.

Nun haben wir zweieinhalb Wochen Zeit einen schönen Weg zurück zu finden.

 

Was werden wir alles sehen und was macht das Wetter?

 

Wenn du hier gelandet bist, hast du bestimmt schon Teil 1 von #NordkappUndZurück gelesen. 

Wenn nicht findest du ihn HIER.

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Mittags um 12 Uhr wollen wir los.

Die Postkarten sind eingeworfen, Souvenirs gekauft und da es seit etwa 3 Stunden mal mehr mal weniger regnet, brechen wir wieder auf Richtung Süden.

Verwunschene Stimmungen im Land der Trolle, die wir durchfahren. Hinter jeder Kurve ist das Licht anders. Und wir finden hier selbst um diese Jahreszeit blühende Pflanzen.

Wir haben mittlerweile begriffen, hier ist schon tiefer Herbst. Wenn es auch vor 2 Wochen hier noch aussergewöhnlich warme 20 Grad war. Wir sind nun bei 6 Grad und noch immer gut Wind. Also nichts wie los ins Landesinnere, da sollte der Wind ja wohl etwas nachlassen. Und da wir gegen Süden fahren hoffen wir, das Zenit bezüglich Temperatur erreicht zu haben.

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Der Weg führt uns vorbei an wunderschönen, moosbewachsenen Gesteinsformationen und durch Tunnels entlang des traumhaft schönen Fjords. Und immer wieder sehen wir Rentiere. Die sind so knuffig, wir werden sie vermissen. Wenn wir eine Weile keine sehen, dann schliessen wir nun schon Wetten ab, wie viele Kurven wir bis zum nächsten "Rudolf" fahren müssen. ;-) 

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In Alta (Norwegen) verabschieden wir uns vom Nordatlantik. Über Finnland geht es zurück nach Schweden. Wir wollen etwas Strecke machen, denn im Süden soll es gemäss Wetterbericht wärmer sein. Bei uns zu Hause sehe ich übrigens seit der Abreise 28 - 35 Grad und Sonne.

... da ist ja auch noch Sommer. Ok, zumindest dem Schnee sind wir bis jetzt entkommen.

Und wieder Regenbögen. Wir verstehen allmählich: Regenbogen, da muss also irgendwo doch noch etwas Sonne sein. Also versuchen wir unsere Pausen so zu legen, dass wir die kurzen sonnigen Abschnitte geniessen können. Immer wieder gibt es einen kurzen Stehlunch an unserem Seitentischchen.

In Finnland fahren wir dann allmählich in den Sonnenuntergang. Es dauert hier für unsere Verhältnisse sehr lange bis die Sonne dann endgültig unter geht.

Wir sind wieder in den Wäldern von Schweden angekommen. Ab und an zeigt sich die Sonne bei rund 10-12 Grad am Mittag. Wir versuchen, wenn immer möglich, nicht die geteerte E-Route zu nehmen, sondern auf den schönen Kiespisten durch die Wälder zu fahren.

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Da das Wetter gerade mitspielt - es hat aufgehört zu winden und es regnet gerade mal seit 2 Stunden nicht - entschliessen wir uns Storforsen anzuschauen. Wir lieben Wasserfälle. Also nichts wie hin.

Als erstes besichtigen wir das Freilicht-Flössermuseum. Anschliessend schauen wir uns den Wasserfall an. Es ist uns ausnahmsweise sogar möglich die Drohne zu starten. (Das Wetter und die wenigen Menschen lassen es zu.) Wir wollen ja niemanden mit unserer Drohne verärgern, auch wenn wir nur eine Kleine haben. aber gerade deshalb war an fliegen wegen Wind und oder Regen nicht zu denken.

Storforsen ist super erschlossen, einzigartig und traumhaft in seiner natürlichen Schönheit. Erstaunlich, wir sind fast alleine da. Der Parkplatz nahezu leer, gerade einmal 4 Autos.

Jetzt aber los, einen Ort für das Abendessen suchen, bevor die Sonne weg ist.

Wir werden mitten im Wald fündig. Dann muss es schnell gehen mit dem Abendbrot. Denn wie fast jeden Abend ziehen auch heute Wolken auf. Das heisst, im Nu werden aus den 10 Grad am Tag dann 4 - 5° Grad.

Um am Abend nicht zu fest auszukühlen, haben wir die letzte Woche die Strategie entwickelt, etwas früher Abendbrot zu essen und dann noch einmal 1 1/2 - 2 Stunden zu fahren, ehe wir uns dann ziemlich direkt ins Zelt zurück ziehen.

Abend Schweden Skandinavien wolf78 #ProjektBlackwolf explore without no limits roadtrip offroad overland Travel Camping Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Unsere Mägen sind voll, der Abwasch gemacht und wieder alles verstaut. Ganz in der Nähe, etwa 40km, haben wir auf dem Weg nach Norden einen schönen Platz ausgemacht.

Aber als wir da ankommen, stehen da schon 2 Wohnwagen. Was nun?

Ein Blick auf die Autonummer verrät, es sind Einheimische. Weiter suchen oder probieren?

Wir setzen auf die Gastfreundschaft der Schweden und entscheiden uns, nett zu fragen, ob wir uns für eine Nacht dazu stellen dürfen.

Sie entgegnen uns:" Wenn euch unsere 8 Hunde nicht stören, könnt ihr euch sehr gerne dazu stellen. Wir freuen uns über Gesellschaft und das Feuer brennt schon." Hunde sind für uns nun wahrlich kein Problem. Wenn es sich, wie in diesem Fall, um fünf Samojeden, einen Husky und zwei Windhunde handelt sowieso nicht. Im Gegenteil: Ein Abend mit Einheimischen riecht absolut nach Jackpot! Und genau so ist es. Die Zeit vergeht am Lagerfeuer wie im Flug und wir merken gar nicht, wie kalt es geworden ist. Letzte Nacht waren es 2 Grad. Wie wir nach 24 Uhr ins Zelt klettern sind es 0 Grad draussen. Der Blick aufs Smartphone verrät, letzte gemessene Temperatur zu Hause in der Schweiz 26 Gard. Logisch denken wir, etwas wehmütig, im Süden ist schliesslich noch Sommer. ;-) Unsere Schlafsäcke sind von den letzten kalten und feuchten Nächten noch feucht. Und so büssen wir diesen tollen Abend mit einer harten Nacht. Das ist das erste Mal seit langem, dass wir beide richtig frieren.

Piellojaure See Schweden Skandinavien wolf78 #ProjektBlackwolf explore without no limits roadtrip offroad overland Travel Camping Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Am Morgen erfahren wir, dass in einem der Wohnwagen auf Grund eines Problems mit dem Gas die Heizung auch nicht lief. Jedoch wird uns sofort aus dem anderen Wohnwagen einen Tee angeboten und das Feuer brennt auch schon wieder. Wir haben die ganze Nacht nichts gehört von den Hunden. Und es fällt uns schwer diese tollen Menschen zu verlassen und weiter nach Süden zu ziehen. Aber wir müssen, in der Hoffnung, die nächste Nacht wird etwas weniger kalt. Denn mittlerweile meldet sich der Schnupfen und leichtes Halsweh. Dann schauen wir mal im nächsten Supermarkt nach Bonbons.

 Vilhemina See Schweden Skandinavien wolf78 #ProjektBlackwolf explore without no limits roadtrip offroad overland Travel Camping Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Auch dieses Bild trügt, es sind aktuell 5 Grad und es hat fast den ganzen Tag geregnet. Mehr als 8 Grad zeigte das Thermometer heute nie. Wir sind viel Piste gefahren durch die beeindruckenden Wälder von Nordschweden.

Ein Problem mit dem Staub hatten wir auf Grund des Regens nicht. ;-)

In Vilhelmina, im Supermarkt, schauen wir nach Bonbons. Ihr glaubt nicht was da an der Kasse im Regal steht - Läkerol :-) genau wie zu Hause in der Schweiz. Gleich im Ort hat es einen Campingplatz am See mit grosser Küche. Perfekt, so können wir im Warmen essen und müssen nicht ausgekühlt in den Schlafsack.

Morgen wollen wir den berühmten Vildmarksvägen fahren.

Man glaubt es kaum, aber wir treffen hier eine Schweizer Gruppe mit 5 Fahrzeugen. Sie berichten uns von einer kalten Nacht unterhalb vom Stekenjokk. Das Wetter da oben sei recht bescheiden. Was solls, wir sind es ja mittlerweile etwas gewohnt. Also weiter geht es auf den Vildmarksvägen.

Wir treffen hier auf sehr viele Rentiere. Marianne gesteht, dass sie einen Vertrag mit Rudolfs geschlossen hat, dass sie überall auf uns warten. ;-) Die Landschaft ist atemberaubend auch wenn das Wetter gerade recht rau ist. Auf Grund der Temperaturen übernachten wir jedoch nicht auf dem Stekenjokk und versuchen Richtung Hamerdal herunter zu kommen, um wieder in einer beheizten Campingplatz-Küche essen zu können. Also weiter zum nächsten Wasserfall, dem Hällingsåfallet. Als es kurz einen Moment aufklart, erhaschen wir einen Hauch davon, wie das wirken könnte, wenn das Wetter passt. Wir haben noch über 120km Piste vor uns und so machen wir uns bald wieder auf weiter zu fahren.

Die Momente, wenn die Sonne heraus kommt, sind einfach der Hammer. Natürlich sehen wir auch wieder Regenbögen in allen Variationen. Einen ganz Besonderen den wir heute am Ende der Kiespiste sehen wollen wir euch nicht vorenthalten. Die Abendstimmung verrät, denke ich, alles über Temperatur und Feuchtigkeit. ;-)

Rout 45 overland Travel Camping #ProjektBlackwolf Schweden Skandinavien wolf78  explore without no limits roadtrip offroad Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Am Morgen ist wieder einmal nicht an Frühstück zu denken. Die Wespen sind zahlreich, suchen Wärme und sind deshalb sehr anhänglich. Also ab ins Auto und hoffen, dass es bald mal einen Moment trocken ist und wir so wenigstens unterwegs etwas essen können. Es zieht uns Richtung Dalarna. Wir wollen da noch einmal etwas die Wälder unsicher machen und dann weiter Richtung Vätternsee fahren.

Väternsee Sonnenuntergang overland Travel Camping #ProjektBlackwolf Schweden Skandinavien wolf78  explore without no limits roadtrip offroad Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

So ein Sonnenuntergang am See ist ja traumhaft, jedoch sind wir eigentlich auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz. Um diese Jahreszeit haben hier schon fast alle Campingplätze geschlossen. Und wenn einer noch offen hätte, dann ist Einchecken am Sonntag nach 17 Uhr nicht möglich. Und so fahren wir weiter. Hier ist es einfach zu dicht besiedelt, da möchten wir nicht wild stehen. Und dann, es ist schon ziemlich dunkel, tatsächlich, ein Elch im Strassengraben. Wir können unser Glück kaum fassen. Das erste mal in Schweden und einen Elch in freier Wildbahn gesehen! Super!

Mitten im Nirgendwo finden wir schliesslich kurz vor 24 Uhr einen passenden Stellplatz für die Nacht.

Am frühen Morgen zeigt sich kurz die Sonne. Perfekt für ein Erinnerungsfoto ehe das Wetter wieder schlechter wird. Wir haben in der Nähe einen Biltema ausgemacht. Das wollen wir uns mal anschauen und das Wetter lädt geradezu für einen Einkaufsbummel ein. Ausserdem sind wir auf der Suche nach doppelseitigem Klebeband. Die Pisten haben an der Tablethalterung genagt. :-) Was es da zu kaufen gibt, übersteigt jede Vorstellungskraft eines Schweizer Automechanikers.

Am Abend dann müssen wir wieder unser komplettes Equipment ausnützen. Es regnet und windet und der Aufenthaltsraum von dem Camping, den wir uns ausgesucht hatten, ist wegen Umbauarbeiten gerade geschlossen.

Wieder einmal geht es bei 4 Grad und sehr hoher Feuchtigkeit in den Schlafsack. Mit trocknen war die ganzen letzten Tage leider nichts. 

Nach einer warmen Dusche am Morgen entscheiden wir uns bei mässigem Wetter Örebro zu besuchen.

Wir schauen die Burg und ein paar andere markante alte Gebäude an, aber irgendwie finden wir keinen Charm. Stressiges Treiben und verhältnismässig viele Menschen. Wir kommen ja so zu sagen von the middle of nowhere.

Wir wollen raus. Es sind einfach zu viele Leute hier für uns.

Örebro overland Travel Camping #ProjektBlackwolf Schweden Skandinavien wolf78  explore without no limits roadtrip offroad Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Ein neuer Tag, das selbe Wetter.

Uns zieht es weiter Richtung Süden. Heute schauen wir uns das bezaubernde Örtchen Eksjö mit seinen sehr alten Häusern an. Sowas gefällt uns. Leider ist das Wetter immer noch nicht der Heuler. Immerhin regnet es nicht während wir durch das Städtchen schlendern. Wir müssen noch ein Displaycover  für ein Smartphone finden, das in den letzten Tagen in die Brüche ging. Auch das klappt hier. Schutzfolie in einem süssen kleinen Laden gefunden und dann ab in die Bageri ein feines Brötchen essen und etwas Süsses schlemmen. Darin sind die Schweden einfach gut. Süssgebäck machen können sie. :-)

Satt und fröhlich etwas Schönes gesehen zu haben, fahren wir weiter. Auf unserer Ideensammlung steht etwas von einer Schlucht namens Skurugata.

Hier zu ist zu erwähnen, dass wir eigentlich nie einen Plan haben, was wir auf unseren Reisen genau tun. Da sind immer 2, 3 Eckpunkte und eine Ideensammlung. Wie wir uns genau auf eine Reise vorbereiten, das können wir euch sonst einmal noch in einem anderen Artikel erklären, wenn ihr das möchtet. Input dazu bitte in die Kommentare.

Aber Schlucht, das  klingt spannend und etwas trockene Kleidung haben wir ja noch. Am Parkplatz steht die Schlucht in beide Richtungen mit 600m angegeben. Rollstuhlzeichen auch da. "Ok", denken wir, da werden die guten Trekking-Schuhe reichen. 

Ein abenteuerlicher "Weg" durch umgefallenes Gehölz und über Geröll führt immer tiefer in den Wald. Als Wegweiser, so bemerken wir irgendwann, dienen die blauen Bänder, die gelegentlich an Bäumen befestigt sind.

Uns dämmert, die Bergschuhe wären wohl die bessere Wahl gewesen. Jetzt nur keinen Fehltritt auf den nassen Steinen! Wir sind nun schon seit gut einer halben Stunde hoch konzentriert unterwegs. Doch auf einmal bemerken wir, wir sind mitten in der Schlucht. Eine Schlucht ohne Wasser, was uns sehr seltsam vorkommt in dieser Landschaft. Sehr beeindruckend, aber müssen wir wirklich diese Schutthalde hoch?

Ja, oben hat es ein blaues Band. Oben angekommen entschliessen wir uns die Schlucht über eine steile, "interessante" Treppenkonstruktion mit Hanfseil zu verlassen, bevor dass es endgültig zur Kletterpartie wird. Denn es ist feucht und wir dafür schlicht und ergreifend nicht ausgerüstet so mit Handtasche und Fotoapparat und Trekking-Schuhen. ;-)

Froh, draussen zu sein, sehen wir den nassen Abhang, den wir dafür jetzt absteigen dürfen. Wir hangeln uns von Baum zu Baum. Unten angekommen, wir sind nun schon eine Stunde unterwegs, steht eine Tafel mit sowas wie einer Schatzkarte drauf. :-) Nun haben wir die Wahl: eine etwas direktere Route oder eine etwas grössere Schleife. Der Magen knurrt, wir wollen zurück. Also die direkte Route. Ich denke das Bild brauchen wir nicht zu kommentieren. Die Aussicht war dann allerdings nicht schlecht. Vom Aussichtspunkt zurück zum Parkplatz waren es dann übrigens tatsächlich etwa 500m.

Zurück beim Auto beschliessen wir noch ein weiteres Naturhighlight zu besuchen. Eine Eiche, deren Alter auf über 1000 Jahre geschätzt wird. Eine Pflanze, mehr als 10 Menschenleben alt. Sie hat also über 35 Generationen gesehen. Alleine diese Vorstellung ist beeindruckend. Ab nach Kvill. Die Chance diesen Baum zu bestaunen, wollen wir uns nicht entgehen lassen, denn sie ist krank. Es wird seit ein paar Jahren alles versucht sie zu retten.

Ein mystischer Ort, eine ganz spezielle Stimmung, diesen alten, kranken Baum zu sehen. Und doch etwas enttäuscht, weil die Bilder bei dem Licht wohl nicht so der Hammer werden. Wir gehen zurück Richtung Auto. Ich drehe mich im weglaufen noch einmal um, um diesen ehrwürdigen Baum in meiner Erinnerung abzuspeichern. Was ich jetzt sehe, veranlasst mich einen Sprint hinzulegen.

Kvill alte Eiche Schweden Skandinavien overland Travel Camping #ProjektBlackwolf wolf78  explore without no limits roadtrip offroad Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Etwa eine Minute lang bricht die Sonne durch, genau auf die Eiche, genau von der richtigen Seite und nur genau da. Ich überlasse die Interpretation dieses unglaublichen Moments euch.

Für uns ist es ein Fingerzeig, dass das, was wir tun, richtig ist und dass es sich lohnt, loszuziehen und Neues zu entdecken. Für uns ist es ein absolutes Privileg, dass wir zu den 35 Generationen gehören, die dieser Baum gesehen hat. Und auch wenn unser Fahrzeug mit Diesel fährt, so schätzen wir die Natur sehr, haben grossen Respekt und Ehrfurcht vor ihr und versuchen immer einen möglichst kleinen, oder wenn es geht keinen Fussabdruck zu hinterlassen.

 

Zurück beim Auto dann die nächsten Regentropfen bei 12 Grad. Wir schauen uns an und es fällt der Satz:

"Es sind doch eigentlich unsere Sommerferien!".

Seit dem schönen Abend mit den netten Schweden hat Markus Halsschmerzen und wir sind beide leicht erkältet. Noch eine Woche Urlaub ist übrig. Der Wetterbericht sagt 3 Tage Dauerregen, in alle Richtungen die wir könnten. Was nun? Alles ist bereits feucht und besser wird das bei dem Wetter nicht.

 

Skandinavien, wir kommen wieder!

Aber jetzt entscheiden wir, dass wir für den Rest unserer Ferien an den Gardasee fahren!

Richtig gelesen, 2200km nach Italien an die Sonne. :-)

Zum Abschluss noch einmal einen ICA besuchen, Marianne braucht noch Weingummis. Man achte auf die Quittung... :-) Und zum letzten Mal dieser Reise die unendlichen Strassen von Schweden geniessen.

Zwei Abende später sind wir in Italien.

Wetter: 25 Grad und Regen...

Die mega feine Pizza verzeiht das Wetter. ;-) Ausserdem hatten wir solche Temperaturen die letzten 3 Wochen nur beim Duschen. Es folgen zwei Tage mit durchzogenem, aber warmem Wetter um auszuruhen.

Doch dann, auf die Gardasee-Region ist diesbezüglich Verlass, kommt das schöne Wetter.

Wir hängen alles raus zum trocknen und geniessen 3 Tage schönstes Italienwetter ohne auch nur einmal das Auto zu bewegen. Denn nur 30 Gehminuten entfernt ist das Dorf Lazise. Ein Spaziergang zum Einkaufen ist top! Wir bemerken, dass die Bewegung die letzten 3 Wochen durch das viele fahren echt zu kurz gekommen ist. Aperitivo darf in Italien natürlich nie ausgelassen werden. Das erinnert uns an die Westalpen, die wir bestimmt bei Gelegenheit wieder bereisen werden.

Sonnenuntergang Fosallta Camping Italien Lazise Gardasee overland Travel #ProjektBlackwolf wolf78  explore without no limits roadtrip offroad Overlandingnomads Dachzeltnomaden wolf78-overland.ch

Es ist Zeit für ein kleines Fazit zu unserem Equipment.

Dieses haben wir so gewählt, um auf alle möglichen Wetterverhältnisse vorbereitet zu sein. Wir haben versucht, das Fahrzeug so universal wie möglich auszurüsten. Universal heisst, man geht Kompromisse ein. Für diese sind wir Schweizer ja bekannt.

Auf unseren Reisen im Süden hat das alles super funktioniert. Zwei Schlecht-Wetter-Tage oder eine kalte Nacht kann man auch easy machen damit. Es hat uns immer sehr viel Freude bereitet draussen zu sein, wenn wir unterwegs sind.

Nun, diesmal war es anders. Wir sind nach knapp 3 Wochen in den Süden gefahren, weil alles klamm war.

Und unsere grösste Wehmut galt dem, dass wir unsere Essenszeiten dem Wetter anpassen mussten.

Ein wichtiger Teil unserer Reisen ist es, gemütlich zu Frühstücken und den Tag zu planen oder den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Bei kaltem, feuchten Wetter endete das immer sehr schnell im Dachzelt im Schlafsack. Wir trauten uns nicht noch lange draussen zu sein, weil wir wussten, wenn wir kalt in den Schlafsack kommen, dann gibt es eine unschöne Nacht.

Fakt: Wir sind zu weich geworden für das. Als Jugendlicher hatte man wohl mit blossem Schlafsack im Schnee übernachtet, usw. Aber, die Zeiten sind vorbei.

Eine Heizung muss her!

 

Bevor wir uns auf den Heimweg machen, schauen wir uns bereits nach Heizungen um. Bei unserem Ausrüster Offroadaccessoires stossen wir jedoch auf ein Ausstellungsmodell einer Gazell V2 Kabine. Diese Kabine ist uns schon bekannt und wir beschliessen diese auf dem Heimweg, mit den neuen Erfahrungen, in Genf anschauen zu gehen.

Diese Kabine ist echt eine feine Sache. Jedoch gibt es 3 Gründe, weshalb wir sie nicht kaufen werden.

Der Preis für die neue Kabine ist nicht zu unterschätzen. Heisst, sie liegt über unserem Budget.

Um noch etwas Zuladung zu haben, müssten wir unser Fahrzug auflasten und weil die Kabine für die älteren Pickups gebaut ist, müsste noch ein Unterbau her.

Die Kabine ist als Monocoque GFK so wie sie ist und es kann wenig individualisiert werden.

Unsere Erfahrung zeigt, dass wir immer das Eine oder Andere anpassen möchten.

Auf dem Heimweg von Genf wird viel diskutiert. Aber eines steht fest: Unser Setup wird sich verändern, denn wir wollen wieder nach Skandinavien.

Nach 4 Wochen, 7 Ländern, vielen Eindrücken und 10`200km kommen wir schlussendlich gesund und ohne eine Panne zu Hause an. Eine absolut bereichernde Erfahrung mit ups and downs. Aber wir haben alles gemeistert und trotz dem engen Raum nie gestritten. Die Highlights werden wir bestimmt unser Leben lang nicht vergessen.

 

Wir werden unser Setup anpassen und dann, liebes Skandinavien, dann kommen wir wieder. Und Euch werden wir das bestimmt nicht vorenthalten.

Hier noch ein paar bewegte Bilder zu unserem Bericht.

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Wir freuen uns über jeden Kontakt.

 

 

Vergesst nicht:

 

"Wenn der Weg schön ist, lass uns nicht fragen wohin er führt!" #DriveYourOwnWay

 

Die Welt für Reisende ist klein, man trifft sich irgendwann, irgendwo.

 

Euer Team Wolf78-overland

Marianne und Markus

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